mobbing competence center baden-württemberg
mobbing competence centerbaden-württemberg

Veröffentlichungen über die Arbeit des mobbing competence center - baden-württemberg

Die Artikel in der Presse und anderen Medien zeigen die Vielfalt der Erscheinungsformen und der möglichen Interventionen.

"Wenn der Ausbildungsplatz zur Problemzone wird" - Heilbronner Stimme - 15.02.2015

St. Georgen_ Mobbing das ist die Hölle _ SÜDKURIER Online 03.04.2014

SWR-Landesschau - Baden-Württemberg


Mobbing hat viele Gesichter: Unsachliche Kritik, ein sinnloser Auftrag, ein Chef, der beleidigt. Doch was immer bleibt: Wer mobbt, übt systematisch Druck auf. Die Opfer leiden darunter – oft bis zur Kündigung. Doch wer Mobbing frühzeitig erkennt, kann sich wehren.

 

Frau im Vordergrund, im Hintergrund drei Männer die sich unterhalten, alle in Business-Kleidung

 

Nicht jede Auseinandersetzung mit den Kollegen ist pauschal als Mobbing zu bezeichnen. Forscher gehen davon aus, dass Schikanen und Diskriminierung im Beruf dann unter den Begriff Mobbing fallen, wenn diese systematisch erfolgen, das heißt, gezielt und über einen längeren Zeitraum. Das Mobbing verläuft nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) typischerweise in vier Phasen.

Die vier Phasen des Mobbings

Phase 1: Zu Beginn steht ein ungelöster Konflikt. Die Kollegen oder der Vorgesetzte weisen dem Betroffenen die Schuld zu.

Phase 2: Der Konflikt gerät relativ schnell in den Hintergrund. Die Kritik richtet sich nicht mehr auf die Sache, sondern auf die Person. Das Mobbingopfer wird zur Zielscheibe. Die Kollegen grenzen den Betroffenen aus. Dieser verliert zunehmend an Selbstbewusstsein.

Phase 3: Die Situation eskaliert. Der betroffene Mitarbeiter leidet unter den Umständen so sehr, dass er sich kaum mehr auf seine Arbeit konzentrieren kann. Ihm unterlaufen Fehler. Diese erwecken den Eindruck, der Mitarbeiter sei für seine Aufgaben nicht mehr geeignet. Der Vorgesetzte mahnt ihn ab, versetzt ihn in eine andere Abteilung oder droht gar mit der Kündigung.

Phase 4: Der Gemobbte ist mürbe geworden, wird gekündigt oder hängt selbst den Job an den Nagel.

 

Ein Ratgeber zum Umgang mit Mobbing von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).


 

Wege aus der Abwärtsspirale

Haben die Schikanen und Beleidigungen gerade erst begonnen, können die Betroffenen versuchen, sich selbst zu helfen. Sie können mit den Kollegen, von denen die Schikanen ausgehen und mit anderen Unbeteiligten sprechen, um nach einer Lösung für den Konflikt zu suchen.

Führt das zu nichts, ist es eventuell ratsam, sich Hilfe von Dritten zu holen. Mögliche Ansprechpartner finden sich in der Familie und im Bekanntenkreis. Im Unternehmen können dies etwa der Betrieb- und Personalrat oder die Geschäftsleitung sein. Professionelle Hilfe bieten auch Gewerkschaften und spezielle Selbsthilfegruppen an.


Auch Unternehmen können aktiv werden: Sie können ihre Mitarbeiter durch Schulungen auf das Problem aufmerksam machen, Vertrauenspersonen benennen und Entscheidungen innerhalb des Betriebs transparent kommunizieren.

 

Beitrag in der Marbacher Zeitung
Ausgabe von Samstag, 08. Dezember 2012

Ludwigsburger Kreiszeitung 06.06.2009 - In der Krise nimmt Mobbing zu